Eine gute Dachdämmung spart bis zu 30 % Heizkosten und wird vom Staat mit bis zu 20 % bezuschusst. Aber welche Methode ist die richtige — und was kostet es wirklich? In diesem Guide vergleichen wir alle Dämmvarianten mit aktuellen Preisen, erklären den U-Wert, und zeigen dir, welche Förderung du 2026 bekommst.
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Was kostet Dachdämmung pro m²?
| Methode | Material | Mit Handwerker | Bester Einsatz |
|---|---|---|---|
| Zwischensparrendämmung | 15–35 €/m² | 40–80 €/m² | Dachausbau, bewohntes Dach |
| Aufsparrendämmung | 60–120 €/m² | 150–250 €/m² | Neueindeckung, Komplettsanierung |
| Untersparrendämmung | 10–20 €/m² | 30–60 €/m² | Zusätzlich zur Zwischensparren |
| Einblasdämmung | — | 20–50 €/m² | Hohlräume nachträglich füllen |
| Geschossdeckendämmung | 15–30 €/m² | 30–60 €/m² | Unbewohnter Dachboden |
Kostenbeispiel: Dachfläche 120 m², Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle: Material ca. 3.600 €, mit Handwerker ca. 7.200–9.600 €. Nach KfW/BAFA-Zuschuss (20 %): 5.760–7.680 €.
Welche Methode ist die richtige?
Zwischensparrendämmung
Die häufigste Methode. Dämmstoff (Mineralwolle oder Holzfaser) wird zwischen die Sparren geklemmt. Danach kommt eine Dampfbremse und die Innenverkleidung (Rigips oder Holz).
Vorteile: Günstig, als Eigenleistung machbar, kein Eingriff in die Dacheindeckung.
Nachteile: Sparrentiefe begrenzt die Dämmdicke (typisch 16–20 cm). Oft reicht das nicht für den GEG-Grenzwert.
DIY-Schwierigkeit: Mittel. Dampfbremse muss sauber verklebt sein — Fehler führen zu Schimmel.
Aufsparrendämmung
Dämmplatten werden auf die Sparren gelegt, darüber kommt die neue Dacheindeckung. Die beste thermische Qualität, weil keine Wärmebrücken an den Sparren entstehen.
Vorteile: Beste Dämmwirkung, kein Raumverlust innen, keine Dampfbremse nötig.
Nachteile: Teuer, nur sinnvoll wenn das Dach sowieso neu eingedeckt wird.
DIY-Schwierigkeit: Hoch. Dachdeckerarbeit — nicht für Laien.
Einblasdämmung
Loser Dämmstoff (Zellulose, Mineralwolle-Flocken) wird in bestehende Hohlräume eingeblasen. Ideal für nachträgliche Dämmung ohne Innenausbau aufzureißen.
Vorteile: Schnell (1 Tag für ein Einfamilienhaus), günstig, kein Dreck.
Nachteile: Nur möglich wenn Hohlräume vorhanden sind, nicht als Eigenleistung machbar.
U-Wert verstehen — was fordert das GEG?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fordert für die Dachdämmung bei Sanierungen einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K). Das bedeutet:
| Dämmmaterial | Wärmeleitfähigkeit (λ) | Nötige Dicke für U=0,24 |
|---|---|---|
| Mineralwolle (WLG 035) | 0,035 W/mK | ca. 14 cm |
| Holzfaser (WLG 040) | 0,040 W/mK | ca. 16 cm |
| PUR/PIR (WLG 024) | 0,024 W/mK | ca. 10 cm |
| EPS/Styropor (WLG 032) | 0,032 W/mK | ca. 13 cm |
→ Berechne den U-Wert für deine Dämmung → Dämmung-Rechner
Förderung für Dachdämmung 2026
Dachdämmung wird vom Staat gefördert — wenn du den U-Wert von 0,24 W/(m²K) erreichst (bei KfW sogar besser):
- BAFA Einzelmaßnahme: 15 % Zuschuss auf die Gesamtkosten (Antrag VOR Baubeginn!)
- +5 % Bonus mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP)
- Alternativ § 35c EStG: 20 % der Kosten über 3 Jahre von der Steuer absetzen (max. 40.000 €)
→ Alle Förderprogramme im Überblick →
→ Finde passende Förderungen → Fördermittel-Finder
Material-Vergleich
| Material | Preis/m² | λ-Wert | Brandschutz | Ökobilanz |
|---|---|---|---|---|
| Mineralwolle | 5–15 € | 0,032–0,040 | A1 (nicht brennbar) | Mittel |
| Holzfaser | 15–35 € | 0,038–0,045 | B2 (normal entflammbar) | Sehr gut |
| PUR/PIR | 15–30 € | 0,022–0,028 | B1–B2 | Schlecht |
| Zellulose (Einblas) | —* | 0,038–0,042 | B2 | Sehr gut |
| EPS (Styropor) | 5–12 € | 0,032–0,040 | B1 (schwerentflammbar) | Schlecht |
* Zellulose wird eingeblasen — Preis inkl. Einbau: 20–50 €/m²
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Häufige Fragen
Was kostet Dachdämmung für ein Einfamilienhaus?
Bei 120 m² Dachfläche: Zwischensparren mit Mineralwolle ca. 7.000–10.000 € (mit Handwerker). Einblasdämmung ca. 2.500–6.000 €. Aufsparren bei Neueindeckung ca. 18.000–30.000 €.
Welchen U-Wert muss mein Dach haben?
Das GEG fordert bei Sanierung maximal 0,24 W/(m²K). Für KfW-Förderung sind oft bessere Werte nötig (0,14 W/m²K für Effizienzhaus 55). → Berechne deinen U-Wert
Kann ich Dachdämmung selber machen?
Zwischensparrendämmung: Ja, mit Sorgfalt bei der Dampfbremse. Aufsparren und Einblasdämmung: Nein, das sind Profi-Arbeiten. → Eigenleistungs-Rechner
Dachdämmung von innen oder außen?
Von innen (Zwischensparren) ist günstiger und als DIY machbar. Von außen (Aufsparren) ist thermisch besser, aber nur sinnvoll wenn das Dach sowieso neu gedeckt wird.
Lohnt sich Dachdämmung finanziell?
Ja. Eine typische Zwischensparrendämmung amortisiert sich durch Heizkosten-Ersparnis in 8–15 Jahren. Mit Förderung schneller. Und: Der Immobilienwert steigt durch bessere Energieeffizienzklasse.